TPE - Total Power Exchange

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Gastartikel von Vico

FLR im Level 4

WICHTIG: TPE ist auch im Bereich des BDSM umstritten, insbesondere dann, wenn die Übereinkunft nur durch die Frau sanktionsfrei beendet werden kann. Beiden Partner muss bewusst sein, dass TPE zu einer Abhängigkeit führt, die alle Lebensbereiche umfasst.

Sicherlich ist diese Form der Partnerschaft nicht allzu weit verbreitet. Vor einiger Zeit lernte ich eine Dame kennen, mit der ich diese Form lebe und erlebe. Es war ein langer, manchmal sehr schmerzlicher Erziehungsprozess. Und er ist es immer noch. Im Detail werde ich nach Rücksprache mit “M” im Mitgliederbereich berichten. Ebenfalls werden dort unsere Kontaktdaten zu finden sein, um sich mit uns auszutauschen.

Das Führen einer Level 4-Partnerschaft setzt intensivstes Vertrauen voraus, die totale Machtübernahme ist häufig das Ziel.

Für beide – Frau (in diesem Fall meist eine so genannte Ehe-Herrin) und den Mann (häufig auch als Ehe-Sklave bezeichnet) ist es eine sehr fordernde Form der Beziehung, die durch gewisse Formalien etwas leichter gestaltet werden kann.

Die Frau trägt die volle Verantwortwortung für alle ihre Entscheidungen – sie trifft die Entscheidungen grundsätzlich ohne den männlichen Part, jedoch trifft sie Entscheidungen FÜR ihn. Die Durchführung wird strengstens kontrolliert, Verstöße konsequent und unnachgiebig geahndet.

In einer FLR des Level 4 dienen Regeln und Kontrollen der vereinfachten Führung und Disziplinierung des Mannes. Ungehorsam wird nicht geduldet und umgehend geahndet. Strafen sind ein MUSS, Belohnungen können gegeben werden. Achten Sie immer darauf, dass Strafen auch wirklich Strafen sind – so manch ein Partner “bettelt” sonst um Strafen.

Zitat Miss “M”: “Es muss genügen, wenn ich ihn nicht tadele. Dann weiß er, dass es ok ist und ich zufrieden bin

Die Kontrolle lässt sich in mehrere Ebenen einteilen, so dass letzendlich aller Lebensbereiche erfasst werden.

Kontrollebenen

Im Folgenden gebe ich die Kontroll-Ebenen wieder, wie sie von Miss “M” praktiziert werden.  Die Kontrolle umfasst die Lebensbereiche Status, Information & Kommunikation, Finanzen, Körper, Ernärungs, Hygiene & Toilette, Libido. Zeit, Nutzung, Mobilität und Soziales Umfeld.

Statuskontrolle

Die Statuskontrolle umfasst die interne und externe Disziplin und regelt was der Partner inner- und außerhalb des Hauses tun darf. Statussymbole wie Uhren etc. werden abgenommen. Er darf als Chauffeur dienen, hat sich dann jedoch auch so zu verhalten. Anderfalls fahren Sie selbst. Ein Nutzungsrecht für das Auto hat der Partner in keinem Fall.

Ebenso ist die Anrede inner- und außerhalb des Hauses zu regeln. Das “Sie” ist obligatorisch. Gelegentlich kommt es zu einem Renaming – d.h. der männliche Partner bekommt eine Bezeichnung oder eine Nummer mit der in Zukunft angesprochen wird.

Auch die Kleidung ist strengen Regeln unterworfen. Wichtige Punkte sind Unterwäsche, Wertigkeit der Kleidung und Kleidung im Haus.

Informationskontrolle

Wann darf mit wem in welcher Form kommuniziert werden? Welche Zeitungen dürfen (und müssen) gelesen werden? Das Telefon wird häufig und unangekündigt kontrolliert. Über welche Ereignisse hat er sofort zu berichten? Darf er unaufgefordert sprechen? Welche Kommunikationsgeräte dürfen unbeaufsichtigt genutzt werden? Das Smartphone ist mit einer Überwachungssoftware ausgestattet, die Abhören unnd Lokalisieren ermöglicht.

Finanzkontrolle

Die notwendigen Ausgaben erfolgen per Abbuchung, Kredit- und Bankkarten werden der Partnerin zum Verschluß übergeben. Aus dem Bankguthaben wird ein Taschengeld gezahlt, über dessen Verwendung berichtspflichtig Buch zu führen ist. Anschaffungen bedürfen der Zustimmung der Partnerin. Die Partnerin ist verfügungsberechtigt für alle Konten eingetragen, erhält Zugang zu Schließfächern, Versicherung sind zu Gunsten der Partnerin gestaltet.

Körperkontrolle

Dieser Bereich steht im engen Zusammenhang mit der Ernährungs- und der Libidokontrolle. Es wird definiert, ob und an welchen Körperstellen der Partner behaart sein darf, ob er ein körperliches Kennzeichen zu tragen hat und wie häufig Sport zu treiben ist.

Ernährungskontrolle

Welche Nahrungsmittel sind für den Partner tabu, welche muss er essen? Welchen Körperfettanteil darf der Partner haben, welche Diäten sind einzuhalten? Auch hierüber ist Buch zu führen. Gegessen wird nicht mehr gemeinsam. Vor dem Essen ist um Erlaubnis zu bitten.

Hygiene- und Toilettenkontrolle

Es werden Benutzungszeiten für Bad und Toilette eingeführt. Die Toilettenbenutzung durch den Partner hat bei geöffneter Tür zu erfolgen. Selbstverständlich erfolgt das Urinieren im Sitzen!

Libidokontrolle

Der Keuschheitsgurt wird zumeist nur noch unter Aufsicht zur Körperhygiene geöffnet, die Sexualität wird bis auf Null eingeschränkt. Praktiken wie Tease & Denial und insbesondere Cuckolding werden angewendet.

Nutzungskontrolle

Bestimmte Möbelstücke (Sessel, Couch, Bett) sind für den Partner Tabu. Ist für den Partner eine besondere Verwendung vorgesehen, so unterliegt auch diese strenger und regelmäßiger Kontrollen.

Zeitkontrolle

Gemeinsame Zeit ist eine Auszeichnung, die zunächst verdient werden muss. Über aufgetragene Arbeiten ist genauestens Buch zu führen, der Tagseablauf wird durch minutiös die Partnerin bestimmt und ist bindend.

Mobilitätskontrolle

Häufig wird das Benutzen bestimmter Verkehrsmittel vorgeschrieben. Auch Verbote dienen zur Einschränkung der Mobilität und gleichzeitig der körperlichen Fitness wie zum Beispiel das Verbot des Benutzens von Fahrstühlen und Rolltreppen.

Kontrolle des Sozialen Umfeldes

Der Freundeskreis wird durch die Partnerin bestimmt, Kontakte sind nicht ohne Genehmigung gestattet. In sozialen Medien sind Aktivitäten ausgeschlossen

Fazit

Für mich war es ein sehr langer Erziehungsprozess in dem ich zunächst lernen musste, dass das Wohl und die Interessen der Herrin weit über den meinen stehen. Jedoch bereue ich keine Minute dieses Zusammenlebens (es sind mittlerweile 6 Jahre).

Weder hat es mir psychsich noch physisch geschadet. Im sozialen Umfeld blieb es weitestgehend unbemerkt – auch dadurch, dass wir beide sehr diskrete Wege gefunden haben.

Demütigungen und Cuckolding bereiten mir nach wie vor Probleme, jedoch weiß ich, dass es auch Belohnungen gibt. Gemeinsame Zeit und das massieren-dürfen ihrer wunderschönen Füße gehören dazu.

Non, je ne regrette rien


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